Donnerstag, 13. März 2014

22 Kilometer für ein Bier

Wanderroute
Was macht der ordentliche Tourist, wenn er in den Schwarzwald fährt? Er geht auch mal wandern. So wie sich das gehört. Am besten noch mit Stock und Hut. Doch der zünft'ge Wandersmann braucht auch ein Ziel! Und welches Ziel könnte schöner sein, als eine echte Brauerei? Für Stock und Hut hat es bei mir an diesem Wochenende nicht gereicht, aber die Brauerei Alpirsbacher war Pflicht.

Bei meinen Vorbereitungen war ich von ungefähr 15 Kilometern Waldweg ausgegangen. Schlecht getroffen habe ich es nicht. Die Strecke von Dietersweiler nach Alpiersbach sind ziemlich genau 16 Kilometer Wanderweg. Auf jeden Fall eine machbare Strecke. Am Sonntag hieß es also, die Schuhe zuschnüren und loslaufen. Der Weg war nicht so schwer zu finden, aber ein GPS-Gerät mit Openstreetmap-Karten, macht es einem dann doch deutlich leichter, sich nicht zu verlaufen.

Schon beim Start war mir klar, dass ich das erste Stück bis Loßburg heute Abend wieder sehen würde. Dort ist nämlich ein Bahnhof, von dem aus ich Nachmittags wieder zurück zur Ferienwohnung laufen wollte. Insgesamt werde ich heute also 22 Kilometer wandern.

Doch warum lege ich eine so weite Strecke zu Fuß zurück, nur um ein Bier trinken zu können? Ich könnte jetzt hochtrabend einen auf Biersommelier machen und von dem mehrfach prämierten Bier aus der kleinen Privatbrauerei schwärmen. Aber nennen wir das Kind doch beim Namen! Es ist eine Brauerei und natürlich gibt es dort auch Bier. Braucht man noch mehr Gründe?

Kloster Alpirsbach
Kaum in Alpirsbach angekommen, begrüßt einen schon das Alpirsbacher Kloster. Die Mönche haben hier seiner Zeit zwar eigentlich kein Bier gebraut (außer in der Fastenzeit). Nichts desto trotz ist der Bier brauende Mönch das Markenzeichen von Alpirsbacher. Macht sich in der Werbung besser. Und der dicke Klostermönch, mit seinem Krug in der Hand, sieht ja auch sehr gemütlich aus.

Ein Glas des naturtrüben Alpirsbacher Zwickel
Bevor ich in den Schwarzwald fuhr, bat mich ein Kumpel, doch unbedingt einen Kasten Alpirsbacher mitzubringen. Erst konnte ich seine Euphorie nicht so ganz verstehen. Nach der Führung habe ich dann zwei der 16 verschiedenen Biersorten testen können und wusste, dass ich nach dem Urlaub noch ein paar Kästen mehr im Kofferraum haben würde. Das Bier war nämlich wirklich lecker. Einen Tag später sah mein Auto dann anders aus, als auf der Hinfahrt.

Da hätte eigentlich noch ne Etage oben drauf gepasst

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Google+