Freitag, 14. Februar 2014

Kaugummi-Wodka ist keine gute Idee

Es hat zeitlich gut gepasst. 19 Uhr sollte es offiziell losgehen und ich war um ungefähr halb acht bei Frank daheim. Natürlich war ich einer der ersten. Wer kommt auf eine Party schon absolut pünktlich? Das Buffet war bereits eröffnet.


Wie es sich für eine American Style Party gehört, gab es alles, was das Ami-Herz begehrt. Von Chilli con Carne über Hotdogs bis hin zu Reese's Muffins. Bierflaschen wurden stilecht in Papiertüten gepackt. Man darf sich schließlich nicht mit Alkohol in der Öffentlichkeit blicken lassen.

Bei dem Krach den wir gemacht haben, war es auch schon fast eine öffentliche Veranstaltung geworden. Was in sofern nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass wir rund 30 Personen in einer kleinen Zweizimmerwohnung  waren. Aber sicher hatte es auch mit der steigenden Musiklautstärke zu tun, die parallel zum steigenden Alkoholspiegel des Gastgebers einher ging. Während die einen Nachbarn spontan mitfeierten, waren die anderen leider nicht für die Party zu begeistern und beschwerten sich lieber über die Lautstärke.

Wenn die Nachbarn lieber mitfeiern, als zu meckern, wie laut es ist


Absolutes Highlight unter den Alkoholikern an dem Abend waren die sechs verschiedenen Wodkas der Make Three Olives. Frank hat sie extra importiert. Das besondere an Three Olives sind die verschiedenen Flavors. Sorten wie Cake, Supercola oder Chokolate sind außergewöhnlich und schmecken auch garnicht mal so schlecht. Doch bei Loopy wurde es dann doch etwas abartig. Das ist Wodka mit Kaugummigeschmack. Praktisch ein Glas Huba-Bubba mit Alkohol. Das Zeug war widerlich.

cc-by-sa Quinn Dombrowski
Wer aber bereits genug intus hatte, den hat das auch nicht mehr gestört und so verwunderte es auch nicht, dass der Kaugummi-Wodka eine gute Verwendung für Trinkspiele werden sollte. Bei Looping Loui ging eine ganze Flasche des klaren Getränks weg. Das meiste davon in einen einzigen Spieler, dem es danach auch nicht mehr gut ging.

Ob es der grausame Kaugummigeschmack oder der Alkohol war, lässt sich jetzt nicht mehr rekonstruieren, auf jeden Fall hing er wenigen Zeit später mit dem Kopf aus dem Fenster und ließ München bei größter Übelkeit wissen, dass er soeben eine ganze Menge Alkohol getrunken hat.
Nachdem er sich mehrmals von jeder Lasst befreite, sah Franks Fenster aus wie Schwein (zum Glück nur von außen). Aber auch die Fensterbänke der darunter liegenden Wohnungen und der Bürgersteig wurden umdekoriert.

Schon alleine wegen der Party hatte sich die Reise gelohnt. Es war eine super Stimmung und mit rund 30 Personen gut besucht. Zwei Tage bin ich noch in München. Und wenn es mir am Samstag nicht schlecht geht, dann habe ich auch noch was davon.

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