Freitag, 8. August 2014

Zwei Nächte auf nem Hausboot

Das nächste Ziel führt mich wieder in den Norden der Republik. Das kleine Bundesland Hamburg wird die neunte Station der Deutschlandreise sein. Diesmal bin ich allerdings nicht alleine unterwegs, sondern werde ich von meiner Freundin Veronika begleitet.

Habe ich sonst immer in spontan gebuchten Hotels und Pensionen übernachtet, wollten wir diesmal eine etwas andere Variante ausprobieren. Durch Zufall hat Veronika im Vorfeld von der Plattform Airbnb erfahren. Hier können Privatpersonen ein freies Bett zum übernachten zur Verfügung stellen. Preislich waren die Angebot oft günstiger als ein vergleichbares Hostel. Zudem können die Einheimischen einem oft besser weiterhelfen und vielleicht auch ein paar Geheimtipps für den Urlaub geben.
Ein Angebot schien besonders spannend zu sein. Zwei Nächte auf einem Hausboot im Hafen von Hamburg. Auf unsere Anfrage hin, ob am Wochenende noch ein Bett frei sei, haben wir ziemlich schnell Rückmeldung bekommen. Nach den Formalitäten auf der Plattform waren die zwei Nächte gebucht. Hans, der Besitzer des Hausbootes, meinte nur, dass wir mit der Bahn bis nach Hamburg-Rothenburgsort fahren sollten. Von dort würde er uns abholen.

Auf diesem Hausboot haben wir übernachtet




Spannend umschreibt die Unterkunft doch sehr gut. Angefangen bei einem Hausboot, dass je nach Wasserstand vier Meter Hafenwasser unterm Bug hat oder bei Ebbe auf dem Schlick aufliegt. Als wir nachts um zwei auf dem Grund aufsetzten knarrte das ganze Boot. Elektrizität gab es fast keine, weil der Strom-Preis der Hafengesellschaft einfach zu hoch sei. Geduscht wurde bei kaltem Wasser mit einem Gartenschlauch. Und der Hausbesitzer musste nachts um elf bei Dunkelheit die Wasserpumpe reparieren, damit die Spülmaschine und die Toiletten funktionierten.

Blick vom Hausboot auf den Hafen


Dafür wird man belohnt mit vermutlich einer der urigsten Locations, die man sich als Tourist in Hamburg nur vorstellen kann. Man übernachtet im Hamburger Hafen zwischen Hausbooten. Auf der Elbe tuckern die großen Transportschiffe an einem vorbei. Eine riesige Rasselbande an Hunden will gestreichelt und liebkost werden. Es gibt Spontane Parties nach Sonnenuntergang mit lauter Musik und Disko-Flair. Und bei genug Wassertiefe kann man sogar Mittags im Hafenbecken schwimmen gehen. 

Hans sein Hund Stulle liebt es gestreichelt zu werden

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