Sonntag, 2. Juli 2017

Mit dem Rad durch Europa

Weite Reisen mit dem Rad stellten sich als nicht besonders leicht heraus. Bevor ich irgendwie fortfahre, muss ich klären: 
  • Wie bekomme ich den Drahtesel 2000 Kilometer quer durch Europa?

Mit dem Auto wollte ich nicht fahren. Daher war die einzige realistische Variante für mich, die Fahrt mit dem Bus.
Flixbus war die einzige Busgesellschaft, die ich finden konnte, die damit wirbt, das Fahrrad entweder auf einem vorhandenen Fahrradträger oder in eine Fahrrad-Reisetasche als Sondergepäck mitzunehmen. Da es auf meiner Busstrecke anscheinend keine Fahrradhalterung gibt, brauche ich zunächst eine Reisetasche.

Das ist gar nicht so leicht wie es klingt. Denn sie muss zwei Dinge erfüllen:
  1. Mein Rad muss mehr oder weniger geschützt eingepackt sein
  2. Ich muss die Tasche auf meinen Radtouren im Rucksack verstauen können
Keiner der Radläden in Düsseldorf konnte mir dabei weiterhelfen, weil das ein so extremes Nischenprodukt sei, dass das wirklich niemand auf Lager habe. Es konnte mir aber auch keiner der Läden sagen, was ich denn idealerweise verwenden könne.
Erst ein freundlicher Outdoor-Laden, in der Stadt gab mir den entscheidenden Tip, ich solle die Reisetasche von Scott kaufen.

Das habe ich dann auch gemacht. Sollte mein Rad dort komplett unter kommen, würde ich die Bustickets nach Rumänien kaufen.

In die Tasche soll das Rad mal hinein passen?

Das könnte klappen




Samstag, 1. Juli 2017

Wieder unterwegs und am schreiben

Es ist drei Jahre her, als ich meine Deutschlandreise gemacht habe. Es ist viel passiert und ich habe viel bereist.

Ursprünglich war der Blog nur für eine Reise quer durch Deutschland gedacht. Doch mein aktueller Urlaub hat mich dazu bewogen, doch nochmal ein paar Zeilen zu tippen.

Ziel ist diesmal Siebenbürgen in Rumänien. Zusammen mit meinem Rad im Gepäck fahre ich mit dem Bus in den Osten Europas. Geplant ist eine Fahrrad-Rundreise mit Start und Ziel in Sibiu, der europäischen Kulturhauptstadt 2007.

Samstag, 23. August 2014

Ostalgie und Post-DDR

Ich könnte mir nichts besseres vorstellen, als Mecklenburg-Vorpommern auf dem Fahrrad zu erkunden. Für mich ist Radfahren einfach die schönste Form des Reisens. Im Gegensatz zum Auto kann man die Umgebung und die Natur wunderbar auf sich einwirken lassen und auch mal abseits von Straßen sein Reiseziel erkunden. Dies geht zwar auch beim Wandern, aber zu Fuß ist man nicht annähernd so mobil wie auf dem Rad.

Ich im Bilderrahmen vor'm Schweriner See

Für das am dünnsten besiedelte Bundesland Deutschlands ist das Rad damit die ideale Kombination. Man ist nicht an einen Ort gebunden und kann trotzdem sehr viel von der Landschaft und dem Leben mitbekommen. Einen Nachteil hat das Rad am Ende doch. Es fährt sich deutlich besser, wenn das Wetter stimmt. Nach dem verregneten Start in Schwerin hatte ich schon befürchtet, dass ich nicht das letzte mal mit Regen zu kämpfen haben werde. So kam es allerdings nicht. Bis auf ein, zwei kurze Schauer, war ich bis Berlin praktisch trocken geblieben.

Doch ist man mit dem Rad durch Mecklenburg  unterwegs, sieht man abseits der großen Hauptstraßen zerfallene Dörfer, die ihre besten Zeiten schon lange hinter sich gelassen haben. Jahrzehnte der "Verplanwirtschaft" haben die Dörfer und Bauernhöfe teilweise nicht geschafft. Nach der Wende fanden sie auch zu keiner Blüte mehr zurück und verrotten nun als Zeitzeugen der DDR.
Zerfallener Bauernhof

Wenn Ortsstraßen asphaltiert wurden, sind sie meist übersäht mit riesigen Schlaglöchern. Von Bürgersteigen war meist nichts mehr zu erkennen. Häuser die in den letzten zehn Jahren errichtet oder renoviert wurden, werden mit Videokameras überwacht und mit Stacheldrahtzaun verbarrikadiert. Und dazwischen immer wieder deutliche Zeichen von Neonazis und Rechtsradikalismus. Seien es nur dreckige Schmierereien auf dahinrottenden Bauten oder die deutsche Reichsflagge in den ungepflegten Vorgärten ihrer Hausbesitzer.

In diesem Hotel hat lange keiner mehr gewohnt

Hat es mich einerseits fast schon erschreckt, wie trostlos und zerfallen manche Ecken von Mecklenburg-Vorpommern sind, so aufregend war es auch, durch Dörfer zu radeln, die einem fast schon wie Geisterstädte vorkommen. Zusammen mit einer Landschaft, die vor allem um die Seenplatte herum sehr schön ist, waren die 200 Kilometer quer durch Mecklenburg trotz alledem absolut Klasse.

Freitag, 22. August 2014

Paddeln in Canow. Wo?

Von der Radtour war ich total begeistert. Beginnend in Schwerin, ging es entlang dem Plauer See und der Müritz in zwei Tagen bis nach Canow, eine 50-Seelen-Dorf an der Brandenburger Grenze.

Plauer See

Naturschutzgebiet Müritz

Hinter der Müritz begann der für mich der schönte Teil der Tour. Die kleine Mecklenburger Seenplatte startet hier und war für mich absolut beeindruckend. Links und rechts von mir waren hier und da überall kleine Seen, die alle miteinander verbunden waren. Überall sah ich Hausboote Kajak-Fahrer die über die Seen fuhren. Auf dem gut ausgebauten Radweg durch die weite Seenplatten-Landschaft vergingen die Strecke wie im Flug. Meine Fahrt nach Canow hätte noch länger gehen können.

Hausboot auf der Seenplatte

Ich habe einen Extra-Tag in Canow verbracht, um mit dem Kanu über die Seenplatte zu paddeln.

Es begann für mich schon sehr aufregend, als ich meine Fahrt mit einer Schleusenfahrt begann. Somit kam ich aber zu den weiteren Seen, die mir am Ende eine wunderschöne Rundreise ermöglicht haben.
Meine Kanu-Paddeltour ab Canow

Ich warte vor der Schleuse

Draußen, auf dem Wasser

Am Ende des Tages hatte ich noch ein paar Minuten, bis ich das Kanu zurückgeben musste. Ich konnte es mir nicht verkneifen, noch schnell nach Brandenburg rüber zu rudern. So war ich am Ende sogar einen Tag früher in Brandenburg als geplant.

Ich berühre Brandenburger Boden

Mittwoch, 20. August 2014

Bären in Mecklenburg-Vorpommern

Manchmal verwundert es mich doch, wie wenig man von Deutschland eigentlich kennt. Die Müritz, sicherlich einer der größten und bekanntesten Seen Deutschlands war für mich bis zu dieser Reise komplett unbekannt.

Als Bestandteil der Strecke von Schwerin nach Berlin, ging es heute für mich an den großen See. Ziel war für mich Waren an der Müritz.

Am Südlichsten Ende vom Plauener See ging es zunächst nach Osten in Richtung Müritz, wo ich auf den "Bärenwald Müritz" gestoßen bin und spontan halt gemacht habe. Den Besuch wollte ich mir nicht entgehen lassen. Wie ich später erfahre, handelt es sich um das größte Bärenschutzzentrum in Westeuropa.

Bär im Bärenwald Müritz

Die Müritz erreichte ich in Röbel. Dies sollte mein letzter größerer Zwischenstopp vor Waren sein.

Kirche Röbel

Marktplatz Waren


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